Kreisverwaltung setzt auf Elektromobilität

Die Kreisverwaltung Bad Kreuznach hat seit dieser Woche zwei Elektroautos in ihrem Fuhrpark. 

 

Die Fahrzeuge (BMW I3) mit einer Alltagsreichweite von bis zu 200 km wurden auf drei Jahre geleast und werden ab sofort von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Dienstfahrten in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt.

 

Neben den kurzen Wegen innerhalb des Stadt- und Kreisgebietes, bieten insbesondere die nächtlichen Standzeiten optimale Bedingungen zum Aufladen der Elektroautos. In der Garage der Kreisverwaltung wurden für die beiden Fahrzeuge zwei Schnelladeboxen installiert, welche pro Stunde rund 30 km Reichweite nachladen.

 

Landrätin Dickes: „Wir freuen uns über die neuen Elektroautos. Als öffentliche Stelle möchten wir gerne unserer Vorbildfunktion nachkommen und zum Klimaschutz beitragen.“


Kreisverwaltung testete Elektroauto

Kurze Strecken innerhalb der Stadt oder Einsätze im dichten Straßenverkehr – für Kommunen kann sich der Einsatz von Elektromobilität lohnen. Der Landkreis Bad Kreuznach machte den Praxistest. Im Februar testeten Mitarbeiter des Landkreises einen elektrisch angetriebenen Renault ZOE, den die RWE Deutschland AG für Dienstfahrten zur Verfügung gestellt hat. Das Fahrzeug sollte auf die Einsatzfähigkeit zur Erfüllung der unterschiedlichsten Aufgaben der Mitarbeiter getestet werden.

 

RWE übergab für eine Woche die Schlüssel an Simon Haas, Klimaschutzmanager des Landkreises Bad Kreuznach. Trotz der anfänglichen Skepsis wurden mit dem Fahrzeug insgesamt 250 Kilometer innerhalb der Testwoche zurückgelegt.

 

Das Fazit: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung können sich durchaus vorstellen ein Elektroauto für Dienstzwecke einzusetzen.

 

Allerdings war die Meinung, dass kein herkömmliches Fahrzeug mit Verbrennungsmotor des Fuhrparks ersetzt werden sollte. Grund hierfür war, neben den derzeit noch hohen Anschaffungskosten,  die Reichweite von 100 – 120 km, die sich unter anderem durch die winterlichen Temperaturen ergab. Dies bedeutet Einschränkungen in der Flexibilität. Gerade Mitarbeiter/innen des Jugendamts benötigen bei ihren Einsätzen einen gewissen „Spielraum“ in der Reichweite. Auch die Ladezeiten mindern eine solche Flexibilität. Für ein bis zwei Ortstermine pro Tag, die im Kreisgebiet liegen, eignet sich der Stand der Technik eines Elektroautos allerdings bereits jetzt schon.

 

„Mit Blick auf die Energiewende und den Klimaschutz ist die Elektromobilität von großer Bedeutung. Mit unserem Engagement leisten wir einen Beitrag für den umweltfreundlichen Straßenverkehr und fördern dieses wichtige Thema“, erläuterte Friedrich Reinhardt, RWE-Kommunalbetreuer im Bereich Rhein-Nahe-Hunsrück. Elektroautos sind sauber, leise und tragen zur Energiewende bei. Auch der nahezu geräuschlose Motor trägt zu einer besseren Lebensqualität in den Städten bei.